National Achievers Kongress 2012 – gut oder nicht gut?

Reich werden. Vermögend werden. Millionär werden. Wer wird hier nicht sagen: Ja, das wär geil! Genau das war das Versprechen vieler Vortragender auf dem National Achievers Kongress 2012, der Veranstaltung für Erfolgstypen, die „unfaire Vorteile“ versprach.

In diesem Artikel werde ich Antworten auf folgende Fragen geben:

  1. Wie kam es zu der Einladung zum Kongress?
  2. Was waren die Inhalte und Abläufe der besuchten Vorträge?
  3. Als Bonus (*g*): Was taugt die BusinessMasterBox von Heiko Häussler?
  4. Was waren die Tricks der Referenten auf dem NAC?
  5. Was sollte man hinsichtlich Glück und Ethik, Risiken und Kontraindikationen bedenken?
  6. Wie lautet mein Fazit?
  7. Gibt es Zensur beim NAC?

Wen also nur der vorletzte Punkt interessiert, der darf jetzt scrollen 🙂 Wichtig: Die wiedergebenen Aussagen der Referenten stammen in der Regel aus einem Gedächtnisprotokoll, dass ich jeweils abends angefertigt habe.

Mein Weg zum National Achievers Kongress 2012

Eines Tages kam die Einladung per Mail, später gar ein Anruf: Ich sei einer der Auserwählten für ein „Gold-Ticket“, kostenloser Eintritt für den National Achievers Kongress (NAC). Der Name sagte mir nichts, wohl aber das Aushängeschild: Robert Kiyosaki, dessen Spiel Cashflow ich bereits vorgestellt habe.

Ich habe einst mein Fachabitur im Bereich Wirtschaft gemacht, Groß- und Außenhandelskaufmann gelernt, doch hat mir das Cashflow-Spiel einiges im Bereich Finanzen beigebracht, das mir trotz meiner Ausbildungen nie wirklich klar war. Insofern pflichte ich Robert Kiyosaki bei: In unserer Gesellschaft fehlt es an finanzieller Bildung, die bereits in den Schulen beginnen müsste. Auch bei mir gibt es trotz Vorbildung offene Fragen, vor allem: Wie kann ich möglichst sinnvoll investieren und mein passives Einkommen so vermehren, dass es meine Lebenshaltungskosten deckt? Würde der National Achievers Kongress mich auf diesem Weg weiterbringen?

Aber Moment: Wieso die Einladung? Ah, weil ich einst das Cashflow-Spiel gekauft habe und damit meine Mailadresse bekannt war. Man hätte einen Prozentsatz der Tickets an die Käufer verlost und einen Teil an die Newsletter-Abonnenten. Freier Eintritt für so viele Leute, wie sollte sich dieser Kongress denn finanzieren? Na, meinte der freundliche und ungewöhnlich hilfsbereite Anrufer, es gäbe ja auch Tickets, die verkauft würden – der Event sei für 3500 Leute geplant. Und die Referenten würden gern ihr Wissen teilen.

Skepsis. Ich traute dem Braten nicht so recht. Aber Nürnberg ist keine Weltreise von Aschaffenburg und der Name Kiyosaki öffnete bei mir eine Tür, die sonst verschlossen geblieben wäre. Hotel und Deutsche Bahn würden mich etwa 200 Euro kosten, why not? Dann kamen noch rund 100 Euro für den Übersetzungsdienst hinzu, weil fast alle Referenten englisch sprechen würden und mein Englisch für komplexere Sachen einfach nicht reicht. Okay, ich buchte. Und machte mich am Freitag, den 21. September 2012 auf den Weg.

Live auf dem National Achievers Kongress 2012

Erst nach meiner Buchung von Bahn und Hotel bekam ich eine Mail mit Details zum Ablauf. Oha, jeden Tag von neun Uhr morgens bis neun Uhr abends. Damit war klar: Freitag würde ich schon mal einen Teil verpassen. Egal, ich hätte eh keine vier Tage in Nürnberg bleiben wollen, hab ja noch einen Job als Geschäftsführer und Privatleben 🙂

Freitags gegen 14 Uhr dann auf der Nürnburger Messe, Frankenhalle. Ich reiche all meine Buchungen ein. Die Leutchen am Empfang sprechen nur englisch. Ein Bändchen wird mir angelegt und gegen 50 Euro Kaution erhalte ich das Headset für die Übersetzung. Man gibt mir eine DVD und eine Art Programmheft mit Raum für Notizen. Ein genauer Plan der Vorträge existiert nicht. So amateurhaft schätze ich das Ganze nicht ein nach den ganzen professionellen Mails und hilfsbereiten Anrufen, die ich im Vorfeld erhalten habe: Soll man sich vielleicht nicht raussuchen, was einen interessiert, sondern sich möglichst viel vor Ort aufhalten? Ne reine Wundertüte, kein Ausweg.

Die Mittagspause geht zu Ende, Musik erschallt, ich betrete den Saal.

Es ist als würde ich gegen eine Wand aus Schall laufen. Ich war 17 Jahre Rockmusiker, meine Ohren sind einiges gewöhnt, aber bei dem, was hier abgeht, beschweren sich meine Trommelfelle umgehend. Krass. Fanfarenartige Musik umtost mich. Sind hier alle taub oder bereits seit Stunden abgestumpft?

Tan Yang-Po, Immobilien-Investorin

Tan Yang-Po betritt die Bühne. Immobilien-Investorin. War angeblich Direktorin bei Yves Saint-Laurent und hat Marken wie Montblanc oder Kenzo in Asien eingeführt. Steht im Programmheft, wird vom Moderator so angekündigt, in einem Imagevideo zum Start gezeigt und dann erzählt sie es noch mal persönlich. Ich hasse Redundanz.

Gleich zu Beginn erklärt sie, eine Asiatin, dass Deutschland gastfreundlicher sei als Asien und bittet um lautstarke Zustimmung. Das ist, als würde ich als Deutscher in Griechenland reden und die Griechen fragen: „Nicht wahr, Griechen sind viel fleißiger als Deutsche?“ Was ein Blödsinn. Dummer Vergleich, plumpe Anbiederung.

Ab dann wähne ich mich endgültig auf dem Hamburger Fischmarkt. „Ist das gut oder ist das richtig gut?“ Die Dame explodiert in einer Lautstärke, dass meine sowieso schon malträtierten Trommelfelle endgültig vor Schmerz aufschreien. Die Kopfhörer dienen mir mittlerweile weniger zur Übersetzung denn als Schallschutz. Als sie dann nur noch davon redet, wie geil die Mitglieder ihres Immobilien-Investorclubs – 1000 Dollar Aufnahmegebühr einmalig – dank ihrer Tipps Rendite fahren, flüchte ich nach draußen. Ob ich in der Sonne zumindest weiter mithören kann? Kaum verlasse ich die Halle, schaltet mein Headset ab, Mist. Man muss also in der Halle bleiben, wenn man was mitkriegen will.

Mögliche Learnings? Der Trick, den sie uns beibringt, geht folgendermaßen:

Man kauft eine Immobilie. Klassischerweise nimmt man dazu einen Bankkredit auf und investiert einen Teilbetrag selbst. Ihr Tipp: Der Bankkredit wird tilgungsfrei aufgenommen. Sobald dann die Immobilie ihre Wertsteigerung erfahren hat, bittet man die Bank um eine Erhöhung des Kredits (Stichwort: Refinanzierung). Die Erhöhung ist idealerweise identisch mit dem Betrag, den man als Eigenkapital investiert hat, so dass man dieses Kapital damit wieder rausgezogen hat. Man hat nun also eine Immobilie, die einem gehört und gleichzeitig zu 100% von der Bank finanziert ist, zahlt die Darlehenszinsen zurück, die wieder steuermindernd wirken, und erhält gleichzeitig passives Einkommen aus den Mieteinnahmen. Dieses Spiel wird dann mit weiteren Immobilien wiederholt.

Herausforderungen, die mir gleich klar werden: Man muss Immobilien finden, die im Wert steigen werden. Fällt der Wert, macht man Verlust und sitzt gehörig in der Tinte. Ebenso muss man Mieter finden, stehen Wohnungen leer, fällt der Cashflow und man hat ebenfalls ein Problem. Aber man muss ja nur Mitglied in ihrem Club werden, da kriegt man geholfen 😉 Dazu mehr weiter unten beim Kyosaki-Vortrag.

http://www.youtube.com/watch?v=1ebsNJ5uvGQ

Bill Walsh, amerikanischer Business-Experte

Danach betritt Bill Walsh die Bühne und legt sofort los: „Wer will Erfolg haben? Jaaaa. Wer will was umsonst? Bücher? DVDs? Kommt nach vorn. Ja, ich gebe hier alles umsonst raus.“

Die Leute stürmen nach vorn. Ich nicht. Hab stattdessen meinen Mund offenstehen und verfolge gebannt die Show. Er verteilt einige Bücher und DVDs und bittet dann 50 aus der Menge vor ihm auf die Bühne. „Benutzen Sie bitte die seitlichen Aufgänge“. Manchen Fans ist das egal, sie klettern auf die Bühne, wo sie nur können. Da es kaum Stühle gibt, dürfen sie dann die ganze Vorstellung über um ihn herum auf ihrem Hosenboden sitzen.

Bill Walsh verkündet einige Weisheiten, die ich sofort unterschreiben würde. Streut beständig geschickt Eigenwerbung ein. Fragt naheliegende Sachen und motiviert dabei die Leute: „Wer will in einem Jahr seinen Traum wahrmachen? Ihr schafft das. Gebt eurem Nachbarn high five“. Fragt Leute nach ihren Träumen und Motivationen, vor allem die auf der Bühne. Gibt Tipps: „Schafft negative Menschen aus eurem Leben. Lernt Millionäre kennen. Wer will Millionäre kennen lernen?“ Und stellt natürlich Männer vor, die man über ihn kennen lernen kann. Naja, ich kenn glücklicherweise schon genug, die dazu auch noch gut drauf sind 🙂

Und dann, Finale: „Wer will ein Jahr lang mit mir zusammen arbeiten? Wer meint es richtig ernst? Wer will kostenlos seine Einnahmen verdoppeln? Alle, die das wollen, kommen nach vorne.“ Menschen strömten nach vorn. „Hier ist mein Team, das nimmt die Anmeldungen an. Wer will eine Stunde von mir direkt gecoacht werden? Ja, das ist kostenlos dabei. Normalerweise kostet der Kurs 13.000 Euro, aber ich schenk euch 10.000, es kostet also nur 3.000 Euro“ BOINNNGGGG.  „Ich nehme nur 100 an. Nur die, die es wirklich ernst meinen.“

100 Menschen, 3000 Euro pro Nase. Ergibt 300.000 Euro. Für ca. eine Stunde Arbeit samt Anreise. Um Frau Yang-Po zu zitieren: Ist das gut oder ist das richtig gut? 🙂

Ich bin vom Kulturschock so überwältigt, dass ich für diesen Tag das Weite suche. Die Eintracht spielt in Nürnberg, das lasse ich mir nicht entgehen und erlebe ein tolles Spiel. Spitzenreiter 🙂

http://www.youtube.com/watch?v=-K5LEmzj_G8

Eve Michaels, Image-Beraterin

Samstag morgen, ich lande bei Eve Michaels. Keine Ahnung, wie lange sie schon vorträgt. Testimonials ohne Ende: Vorher/Nachher-Bilder von Menschen, die ihr Äußeres von ihr haben verändern lassen, und was sie seitdem beruflich oder privat an Erfolgszuwachs zu verzeichnen haben: Mehr Einkommen, höhere Position, mehr Sex. Einige Damen, deren Äußeres bereits hochgradig optimiert ist, verlassen den Saal.

Sie bietet einen mehrtägigen Workshop in Rom, irgendwas um die 5000 Euro. Egal, ich hab meinen Stil, mit dem ich mich wohlfühle und der authentisch ist.

Marcus de Maria,Investmentcoach

Der Schüler von T. Harv Eker bietet Investmentkontrolle: Erfolg mit Öl, Gold, Silber & Aktien. Er ist in seinem Auftreten der angenehmste Mensch bislang, ist amüsant und vor allem der Erste, der sein Wissen zumindest ansatzweise zu teilen scheint.

Er empfiehlt Investitionen in Öl, Gold, Silber, Platin und Palladium aufgrund der Wertsteigerung. und erklärt die unterschiedlichen Ansätze beim Investieren in Aktien (keine Garantie, dass ich alles korrekt notiert habe):

  1. Vollautomatisch (über monatliche Zahlungen an Broker), Gewinn ca. 5% pro Jahr
  2. Value Cost Average, Zeitinvestition 10 Minuten/Monat, Gewinn ca. 15% pro Jahr
  3. Kauf/Verkauf-Zone, Zeitinvestition 10 Minuten/Woche, Gewinn ca. 25% pro Jahr
  4. Buffalo Handel, Zeitinvestition 10 Minuten/Tag, Gewinn ca. 36% pro Jahr
  5. Leverage-Handel, Zeitinvestition 10 Minuten/Monat, Gewinn noch höher.

Dazu bietet er ein zweitägiges Seminar in Kleingruppen an, wo er alle Grundlagen lehrt, man seine Software erhält, die einen bei dem Ganzen untestützt, sogar einen Simulationsmodus hat, so dass man erst einmal mit virtuellen Geld testen kann, anschließende Betreuung und so weiter. Er wartet wirklich lange, bis er in diesen Verkaufsmodus geht, zieht dann aber alle Register. Vom 26.-27. Januar 2013 ist solch ein Seminar in meiner Nähe. 5000 Euro netto soll es kosten, später erklärt mir ein Teilnehmer, er hätte es für 2500 Euro gebucht.

Danach ist Mittagspause, ich unterhalte mich noch mit Daniel, den ich am Morgen bereits kennen gelernt habe, wir sehen Heiko Häusler die Frankenhalle betreten, und ich verabschiede mich Richtung Innenstadt. Mittagessen beim Griechen, entspannen bei einer traditionellen Thai-Fußmassage, danach zwei Stunden bei Sonnenschein durch die schöne Nürnberger Altstadt samt Burg. Sollen andere sich weitere Verkaufsvorträge gönnen, ich tue das, was sie dort sicher nicht lernen: Das Leben genießen.

Heiko Häusler – Internet Marketer

Wer mir am Samtag entgangen ist, war Heiko Häusler. Doch wie schreibt mir abends noch eine Teilnehmerin an der Veranstaltung: Er hätte die Zuhörer in kollektiven Tiefschlaf versetzt.

Das Besondere: Er ist der einzige Deutsche unter den Referenten. Für mich zusätzlich interessant: Er ist ein Vertreter der Internet Marketer Branche, der „Geld verdienen im Internet“-Szene. Ich empfehle dazu den Artikel meines geschätzten Kollegen Martin Mißfeldt: „Geld verdienen im Internet – der große Beschiss„. Insofern spare ich mir weitere Ausführungen dazu.

Allerdings hatte ich mir Heiko Häusler im Vorfeld näher angeschaut, speziell sein aktuelle Produkt: Die BusinessMasterBox.

Mein Fazit dazu: Die Grundidee ist bestechend. Ein System, mit dem man themenspezifische Webseiten erstellen kann, inklusive Blog, Forum, Mailingsystem, Abrechnungssystem, Affiliate-Verwaltung und so weiter. Geil! Aber: Es kann in der Form, wie es als BusinessMasterBox verkauft wird, meiner Ansicht nach nicht funktionieren. Denn:

  1. Es sieht danach aus, als würde ohne manuellen Eingriff massiv Duplicate Content produziert. Keine Chance bei Google.
  2. Maximal 25 Teilnehmer in jeder, der zehn vorgefertigen Nischen. Okay, es sollten laut seiner Aussage in der Regel eher weniger sein. Dennoch: In der Google TopTen ist nur genug Platz für? Richtig: Zehn (lassen wir die Universal Search mal beiseite). Und wenn die Nische wirklich cool sein sollte, dann sind da nicht nur die BusinessMasterBox-Kunden unterwegs, sondern auch richtige SEOs. Zudem findet man in Suchergebnissen oft auch Magazinartikel etc.
    Beispiel „Gewichtsreduktion für Kinder“. Wie sieht es dort aktuell aus (bereinigt um regionale Treffer etc.)?
    – Platz 1: Das Artikelportal Suite101.
    – Platz 2 und 3: abnehmen-kinder.com. Dort ist ein Gratisreport in der Sidebar, aber nicht verlinkt. Ein ehemaliger Teilnehmer des Programms? Ich seh hier nur ein klassisches WordPress.
    – Platz 4: internetmarketing-beobachter.de – hier schreibt ein potentieller Kunde über die BusinessMasterBox
    – Platz 5 bis 7: erfolgreich-abnehmen-kinder.de – derselbe Betreiber wie abnehmen-kinder.com
    – Platz 8: Amazon
    – Platz 9: Eine hässliche Umlautdomain des Betreibers von internetmarketing-beobachter.de.
    – Platz 10: Ein YouTube-Video eines Anbieters, der wohl Hypnose für Kinder zum Abnehmen anbietet, dessen Link dann aber vom Video aus auf eine Fehlerseite führt.
    Und jetzt mal ganz ehrlich: „Gewichtsreduktion für Kinder“ ist eh so schlecht, dass Sistrix diese Kombi noch nicht mal auswertet. Wenn schon, dann „Kinder Abnehmen“. Hier ranken dann primär BILD, Focus, ein Abnehmforum, Gute Frage etc. Mit erfolgreich-abnehmen-kinder.de haben wir einen Teilnehmer des Programms auf Platz 6 und abnehmen-kinder.com auf Platz 7. Das war es. Der Betreiber Enrico Pfützner dürfte der einzige sein, der zu diesem Keyword halbwegs rockt und mit der Startseite von erfolgreich-abnehmen-kinder.de auch eine konversionträchtige Landingpage betreibt.
  3. Eine der Botschaften auf dem NAC, die ich unterschreibe: Um Erfolg zu haben, muss man hinter seinem Business stehen. Herzblut ist erforderlich, reines Schielen auf Geld bringt gar nichts. Aber genau dies zieht die BusinessMasterBox an. Webseiten, die nur wegen des Geldes gemacht werden, werden oft nicht lange gepflegt. Vorproduzierte Videos? Keine Chance.

Was mich bei der Vorstellung von Heiko Häusler auf der NAC-Seite irritierte: Angeblich hat er einen Eine-Million-Relaunch mit der BusinessMasterBox hingelegt. Wie internetmarketing-beobachter.de schreibt, wurde dies vermutlich durch Überbuchung erreicht, d.h. dass möglicherweise mehr als die versprochenen 25 Buchungen pro Paket erlaubt wurden, anstatt gar weniger als versprochen. Oder ist das ein Marketing-Trick? Jedenfalls: Als ich den Namen Heiko Häusler auf der Website des National Achievers Kongress sah, stieg mein Misstrauen bezüglich der Seriösität des ganzen Kongresses sofort an.

Zumal die beiden Videos auf der BusinessMasterBox-Webseite verhältnismäßig schlecht produziert sind für jemandem mit diesem Profi-Anspruch. Ich hätte sie ja gern eingebunden, aber da seltsamerweise YouTube dafür gar nicht genutzt wurde, war mir das nicht möglich. Hier also auch eine Kurzkritik:

  • Nach fettem Intro (was über entsprechende Software kein Problem ist) fällt der Rest vergleichsweise ab.
  • Kein professioneller Sprecher, stattdessen Heiko Häusler mit einem Hustenanfall und oftmaligem Schmatzen.
  • Zahlreiche Rechtschreibfehler in den Screens.
  • Ellenlang. Wenn ich nicht die Technik dahinter hätte verstehen wollen, hätte ich mich da nicht durchgequält.

Egal, scheinbar hat es gereicht, um genügend Kunden zu finden. Meine Vermutung: An der BusinessMasterBox verdient voraussichtlich nur einer: Heiko Häusler. Und hier sein Video, das gegenüber denen der anderen Referenten auf dem NAC ebenfalls deutlich abfällt:

Gerry Robert – Buchcoach

Sonntag morgen. Der Vortrag läuft bereits. Der Herr steht nicht im Programmheft, ist ein Überraschungsgast. Sein Thema: Wie veröffentliche ich ein Buch und werde reich dabei? Tja, ich habe bereits mehrere Bücher und CDs bei Verlagen publiziert in Deutschland samt Auslandsauflagen in Tschechien und USA. Meine Erfahrung: Mit Büchern wird man in der Regel nur dann reich, wenn man den großen Wurf landet. Der wirkliche Gewinn liegt meist woanders: Bücher sind wichtig im Portfolio beispielsweise eines Referenten oder Seminaranbieters, denn sie suggerieren Vertrauen: Der hat schon ein Buch veröffentlicht, der muss gut sein. Zumal ein Buch oft den Weg in Redaktionen von Zeitschriften oder Sendern ebnet, so dass man schnell mit dem Slogan „bekannt aus Funk und Fernsehen“ werben kann.

Ob er das den Leuten auch erklärt hat? Keine Ahnung. Er bietet jedenfalls einen dreitägigen Workshop an, wo man alles rund um das Thema lernen kann.

Robert Kiyosaki

Danach die eigentlichen Zugpferde: Robert Kiyosaki betritt die Bühne, es gibt die bekannte Chorstelle aus „Carmina Burana“, bis die Ohren bluten. Da ist er, der Mann, der mich hergelockt hat. Sein Buch „Rich Dad Poor Dad“ habe ich noch nicht gelesen. Der größte Teil des Publikums meldet sich allerdings auf seine diesbezügliche Frage. Was ihn nicht davon abhält, dessen Inhalte wieder zu geben. Natürlich wird auch das Spiel Cashflow vorgestellt und sein bekannter Ruf nach mehr finanzieller Bildung wiederholt. Zwischendrin erhalten wir immer wieder eine Minute, um uns mit unserem Nachbarn über das Gehörte auszutauschen, da es sich dann besser setzen kann (Lernpyramide: Lesen als schlechteste Lernmethode, Simulation oder Austausch dagegen als besonders Gute). So lerne ich Oleg kennen, eine sehr sympathischen Autohändler, der bereits Erfahrungen im Immobilienbereich gesammelt hat und ein Seminar bei de Maria gebucht hat, von dessen Erfolgen er mir hoffentlich berichten wird.

Ein ständig wiederkehrendes Bild ist eines, wo Kinder im Deutschland der Vorkriegszeit mit Bergen von Geld spielen. Inflation. Er lobt Angela Merkel als letzte aufrechte Kämpferin gegen die Inflation, prognostiziert aber ihr Einknicken. Die USA würden Geld drucken, Japan hätte jetzt auch damit angefangen und auch Deutschland würde diesem Wahnsinn verfallen, der mit der Entkoppelung der Goldpreisbindung damals seinen Anfang nahm. Er sagt einen Zusammenbruch der Märkte voraus in fünf Jahren. Bis dahin sollte man sich materiell abgesichert haben.

Kiyosaki schürt Angst. Ein klassisches Mittel, um sich anschließend als Heilsbringer zu positionieren und Schlangenöl zu verkaufen. Wie soll die Rettung erfolgen? Indem man Schulden macht durch Investitionen in Geschäfte und Immobilien und durch diese Schulden Steuern spart. Von Aktien hält er nichts, da man damit keine Schulden machen kann.

Er erklärt den ESBI-Quadrant (ein Quadrat, das in vier Quadrate unterteilt ist). Links oben das E steht für eine lohnabhängige Beschäftigung, wo man ca. 40% Steuern zahlen würde. Darunter das S für Small Business, vermutlich den klassischen Einzelunternehmer, der ca. 50% Steuern zahlt. Diese linken Quadranten stehen für arm. Rechts oben dann das B für Business, also eine größere Firma, die nur noch ca. 25% Steuern zahlt. Und darunter das I für Investor, der 0% Steuern zahlt aufgrund seiner Strategie.

Wie man das lernt? Auf einem zwei-Tages-Workshop in Rom. 3000 Euro oder was er kosten soll.

http://www.youtube.com/watch?v=4tGoafvfIhg

Kim Kiyosaki

Seine Frau betritt die Bühne. Erklärt, wie sie mit der Investition in Immobilien Erfolg haben. Sie präsentiert eine Variante des Modells, das Tan Yang-Po (siehe oben) bereits vorgestellt hat. Der Unterschied: Es ist keine Rede von Tilgungsfreiheit, dafür sind zusätzlich Investoren im Boot, von denen man sich Geld holt (vermutlich genau die Leute, die Frau Yang-Po für ihren Club sucht). Ansonsten the same procedure: Wertsteigerung, in diesem Fall, in dem ein Grundstück bei den Wohneinheiten ebenfalls noch mit Wohneinheiten zugebaut wird; danach Refinanzierung, wobei das Kapital der anderen Investoren drin bleibt 😉 Und weiter investieren in die nächsten Immobilien. Das Zauberwort: Unendliche Rendite.

Auch sie erläutert wieder das ESBI-Quadrat. Und verweist auf den Workshop in Rom.

Kim und Robert Kiyosaki - National Achievers Kongress 2012

Vorn standen Kim und Robert Kiyosaki beim National Achievers Kongress 2012 und waren groß auf den Bildschirmen erkennbar. Leider hat es mit dem Foto nicht so ganz geklappt 🙂

Ken Mcelroy, Tom Weelwright und Richard Duncan

Es geht Schlag auf Schlag, ohne Pause. Drei weitere Finanzberater betreten nacheinander die Bühne, dazu ein deutscher Steuerberater namens Johann, dessen Nachnamen man nicht erfährt. Es geht primär um Steuern. Kernaussage: Alle dachten sie, das amerikanische Steuersystem sei kompliziert, aber seit sie sich das deutsche Steuersystem genau angeschaut hätten, wüssten sie, dass es das komplizierteste der Welt sei. Das Gute daran: Je komplexer ein Steuersystem, desto mehr Möglichkeiten bietet es, es auszutricksen. Oder wie Johann es formuliert: „Wir wollen nicht Opfer des Steuerrechts sein, wir wollen davon profitieren.“ Ja, Steuern sollen Spaß machen 🙂

Insofern: Man soll keine Angst haben, Darlehen aufzunehmen für richtige Vermögenswerte.

Wieder Verweise auf den ESBI-Quadranten und Rom.

Als dann Richard Duncan die historische Entwicklung der Schuldenkrise aufzurollen beginnt, stelle ich fest, dass ich platt bin und nichts mehr aufnehmen kann. Ich gebe mein Headset zurück, habe noch ein nettes Gespräch mit den Damen von der Garderobe und mach mich auf Richtung Heimat. Der NAC 2012 ist für mich gelaufen.

http://www.youtube.com/watch?v=g-woSJpg8E0

 Tricks der Referenten

Fast alle Referenten verwendeten dieselben Strategien. Zum einen die Psychologie der Vorträge selbst:

  • Rhetorische Fragen, die sie selbst beantworteten: „Ist das wahr? Es ist wahr!“
  • Motivation der Teilnehmer zum Mitmachen, um die Aufmerksamkeit zu halten und die Leute reinzuziehen: Ständiges gegenseitiges Abklatschen etc.
  • Immer wieder Einspielungen: „Was bin ich für ein toller Typ / tolle Frau, schaut mal, welche anderen tollen Typen / tollen Frauen ich kenne“. Dies waren dann oftmals andere Erfolgscoachs, teilweise auch welche, die selbst auf dem NAB auftraten.
  • Die hammermäßig laute Musik jeweils zu Beginn.

Dann natürlich die eigentlichen Verkaufstricks:

  • Man nennt zuerst einen unglaublich hohen Standardpreis.
  • Bietet einen Nachlass exklusiv für die Anwesenden an.
  • Bietet Boni (Dreingaben wie DVD, persönliches Coaching).
  • Verknappung: Nur x-Anmeldungen werden angenommen.
  • Kombinationen aus Boni und Verknappung (Die ersten x Anmelder erhalten y).
  • Zufriedenheits- bzw. Geld-zurück-Garantien, alles kein Risiko. Im Extremfall legt der Referent sogar noch was drauf. Da kann man doch nix falsch machen, oder?

Alles wie man es auch aus dem Online Marketer Bereich kennt. Nur dass dort die Leute erst einmal mit einem Special angelockt werden (kostenloses eBook) über dass man möglichst an die Mail-Adresse kommt. In diesem Fall waren die kostenlosen Einladungen zum National Achievers Kongress bereits der Lockvogel.

Wer sich weiter für dieses Thema interessiert, dem empfehle ich einen Artikel von Felix Beilharz: T. Harv Ekers “Millionaires Mind Intensive” – mein Fazit. Er legt hier als NLP-Profi einiges an Manipulationstechniken bloß. Allerdings gefällt mir auch das im Artikel vorgestellte Money Management System von Ekers.

Übrigens verschenkten die Referenten viel Potential dann, wenn die Vorträge stark amerikanisch geprägt war, einem typischen Deutschen muss man anders beikommen. Wenn dann noch durch die Übersetzung einiges an Emotionalität verloren geht (an dieser Stelle übrigens ein Kompliment an die Übersetzerinnen, von denen mir bis auf eine alle sehr gut gefallen haben), dann haben die Verkaufsstrategen ein kleines Problem. Doch wie gerade Bill Walsh zeigte: Es geht. Zumal wir Deutschen als Schnäppchenfüchse anfällig sind für einige der klassischen Verkaufstechniken.

Glück und Ethik

Erst einmal ein Exkurs zum Thema „Glück und Ethik“. Materieller Wohlstand ist eine feine Sache, die kaum einer ablehnen wird. Für Glück sorgt er natürlich nicht automatisch. Ich empfehle zum Einstieg erst einmal die Geschichte „Der zufriedene Fischer“, hier in einer aktuell gern kolportierten Version und hier im Original von Heinrich Böll. Jedenfalls habe ich Freitag abends an der Kasse beim Lidl mehr strahlende Gesichter gesehen als in den Pausen auf dem NAC 🙂

Im Ernst: Streben nach Reichtum, schön und gut. Doch Reichtum um seiner selbst willen ist Mindfuck. Mir persönlich ist eine tiefe innere Zufriedenheit wichtiger. Und diesen Gefühlszustand habe ich erlebt, als ich mir Samstag nachmittag Nürnberg angeschaut habe. Vielleicht war ich deshalb auch nicht so empfänglich für die Verlockungen diverser Referenten.

Ethos ist mir bekanntlich ein weiteres wichtiges Anliegen. Ein Grund, warum ich hier gern die lesenwerten Artikel von Michael Gienger zum Thema Finanzen publiziere und für Darlehen bei Kiva aufrufe. Gerade beim Vortrag der Kiyosakis und ihrer Berater fragte ich mich, inwieweit die Strategien, die sie vorleben, genau die Krisen verursachen und beschleunigen können, vor denen sie warnen: Schulden machen, in riesigen Maßstäben Geld aus dem Kreislauf ziehen, in Nahrungsmittel investieren.

Dabei gibt es auch Möglichkeiten, Investment und Ethik zu kombinieren, beispielsweise bei der Investition in Ökostrom, was in den letzten Jahren in Deutschland dank des Gesetzes zu den erneuerbaren Energien lukrativ war – und sogar sehr sicher. Zu solchen Methoden sagte leider keiner der Referenten etwas, stattdessen gab es nur die üblichen ausgetretenen Pfade.

Risiken und Kontraindikationen

Was kaum zur Sprache kam, waren die Risiken. Meine Lebensgefährtin hat beispielsweise bei der Creditreform über lange Zeit immer wieder erlebt, wie Menschen in ihre persönliche Pleite geraten sind, weil sie ihr schwer verdientes Geld in Immobilien angelegt haben. Ich kenne dazu massig Geschichten von Menschen, die Geld in Aktien verbrannt haben.

Klar, die Referenten versprechen natürlich: Bei mir lernst du, wie es richtig geht. Aber tun sie das wirklich? Und warum? Wenn ich Millionär bin, tingle ich dann wirklich noch mit einem solchen Kongress durch die Länder? Wenn diese Menschen den Wert ihrer Familie angeblich so sehr hoch schätzen, warum sind sie dann mit einem solchen Zirkus unterwegs anstatt Zeit mit ihrer Familie zu verbringen? Um Anerkennung zu erhalten, im Rampenlicht zu stehen? Oder doch vielleicht, weil sich hier gut Dollars machen lassen?

Und wenn sie in anderthalb Stunden so wenig wirklich zählbares vermitteln, was kann ich dann in zwei Tagen erwarten? Wirkliches Wissen? Oder nicht vielleicht doch eine weitere Marketingshow für das next level Seminar im fünfstelligen Euro-Bereich?

Fazit

Was haben mir diese drei Tage nun gebracht? Bezüglich meiner Eingangsfrage ganz oben: Nichts. Die wirklichen Inhalte waren gering. Hier bin ich von den Konferenzen, die ich im SEO-Business so besuche oder im Gesundheitsbereich selbst veranstalte, völlig anderes gewohnt.

Ansonsten?

  • Die Verkaufsmethoden und rhetorischen Kniffe der Referenten zu erleben und zu schauen, was ich daraus lernen kann.
  • Die gewonnene Klarheit, dass ich vor allem in meinem Job weiter Geld verdienen werde. Hier kenn ich mich aus, kann die Chancen und Risiken einschätzen. Ich habe nicht vor, ein Experte in Finanzfragen zu werden. Und einen solchen zu finden, der obendrein vertrauenswürdig ist UND meinen ethischen Ansprüchen genügt, dürfte nicht leicht sein.
  • Das Leben findet hier und jetzt statt. Genieße das Heute, anstatt dich um das Morgen zu sorgen. Wusste ich bereits und freue mich, dass ich es in diesen Tagen auch leben konnte.

Also: Der National Achievers Kongress ist in meinen Augen eine riesige Verkaufsveranstaltung, eine Art Kaffeefahrt für Wohlstands-Suchende, von denen manch einer am nächsten Tag mit einer neuen Heizdecke – sprich Seminarbuchung – aufgewacht sein dürfte.

Wer also primär daran verdient hat? Diejenigen, die auf der Bühne standen. Der Veranstalter dürfte durch den Preis für die Übersetzung genug eingenommen haben, um das Ganze kostendeckend durchzuziehen: Pro Nase rund 100 Euro, während an einem Tag fast jeder Zweite ein Headset zu tragen schien, waren es an einem anderen Tag eher weniger, ich schätze mindestens 25%. Wären bei angeblichen 3500 Teilnehmern zwischen 87.500 und 175.000 Euro.

Doch waren es wirklich so viele? Ich habe mir die Mühe gemacht und durchgezählt. Insgesamt kam ich in der Halle auf rund 2200 Sitzplätze. Dies deckt sich mit den offiziellen Angaben, dass die Frankenhalle (ohne Tribünen) 2500 Menschen Platz bietet, und meiner Beobachtung, dass hinten viel Platz nicht durch Bestuhlung vergeben war.

Davon waren die letzten Reihen oftmals frei und an den letzten beiden Tagen auch abgesperrt, um die Lücken nicht zu groß werden zu lassen, ich ziehe also mal 250 Plätze ab und komme auf 1950. An allen Tagen sah ich, dass in vielen Reihen so mancher Platz frei blieb (vorn weniger, hinten mehr) – im Schnitt vielleicht jeder dritte. Insofern schätze ich die Teilnehmerzahl grob auf 1300. Insofern dürften die Einnahmen durch den Übersetzungsdienst eher zwischen 32.500 und 65.000 Euro gelegen haben.

Zensur beim NAC

Einen Nachtrag muss ich leider noch machen. Ich hatte mich auf der Veranstaltungs-Seite bei Facebook mit einigen anderen TeilnehmerInnen kritisch über den Event ausgetauscht. Diese Diskussionen sind komplett gelöscht worden. Als Journalist reagiere ich seit jeher empfindlich auf Zensur. Es rückt den National Achievers Kongress und seine Öffentlichkeitsarbeit für mich in schlechtes Licht. Und passt zudem, was dort oft betont wurde: „Negatives“ ist nicht erwünscht, man soll nur positiv denken. Am besten sein Hirn ausschalten und einfach nur die Kreditkarte zücken???

Egal, ich nehm es sportlich und als bekannter deutscher SEO die Herausforderung gern an. „National Achievers Kongress“ hat bei Google aktuell 142.000 Treffer. Schauen wir doch mal, wo dieser Blogartikel sich so platzieren wird 🙂

Ich bitte natürlich alle Teilnehmer des Kongresses, hier zu kommentieren. Es gab Vorträge, die ich nicht gesehen habe, und vielleicht hat der ein oder andere Dinge gelernt, die ich nicht erkennen konnte. Dieser Artikel ist nun mal ein ganz persönlicher Erfahrungsbericht und nicht repräsentativ.

Nachtrag zu Kiyosaki

Da ich überlegte, mir „Rich Dad Poor Dad“ zu bestellen, schaute ich mir die Rezensionen bei Amazon an. Gerade diejenigen mit schlechten Bewertungen kritisieren genau das, was mir am NAC negativ aufgefallen ist. Einer schreibt über Kiyosaki: „Da er mit seinen Geschäftsideen (unter anderem Nylon-Geldbörsen) erfolglos war, begann er über Erfolg Seminare zu geben und Bücher zu schreiben, und damit wurde er erfolgreich.“ Diesen Verdacht bekam ich durch den NAC ebenfalls.

Lesenswert ist vor allem dieser Artikel in der Zeit: „Profiteur der Angst„. Wenn Kiyosaki über seinen Vater – der immerhin im Bildungsministerium gut positioniert gewesen sein soll – die Aussage trifft „mein Vater war ein Versager“, deutet das für mich auf mögliche Probleme im systemischen Umfeld hin – und vor allem darauf, dass für Kiyosaki nur eines zählt: materieller Erfolg. Und das ist ein Armutszeugnis.

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About Frank Doerr

Frank ist Geschäftsführer und Inhaber zweier Agenturen im Bereich Online-Marketing und zu diesem Thema als Referent auf Fortbildungsveranstaltungen und Unternehmertreffen. Außerdem Chefredakteur von reiki-land.de und Herausgeber/Autor verschiedener Bücher und CDs im Gesundheitsbereich (siehe Amazon). Vergangenheit als Musiker und Literat.
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24 Responses to National Achievers Kongress 2012 – gut oder nicht gut?

  1. Daniel sagt:

    Hey Frank,
    hast einen guten Erfahrungsbericht abgeliefert. Es war schön, dich dort kennen gelernt zu haben und ich kann vieles von dem was du gesagt hast, unterstreichen.
    Ich habe meinen Fokus bei dem Seminar auf Kontakte gelegt und bin auch echt belohnt worden.
    Was mich interessieren würde:
    Wie hoch ist die Erfolgsquote von den Besuchern die sich für ein Folgeseminar angemeldet haben und wie gut die Folgeseminare wirklich sind!
    Liebe Grüße aus dem schönen Hessenland
    Daniel

  2. Den Weg nach Nürnberg hättest du dir sparen können. 😉 Das sind Dampfplauderer erster Sahne. Mit wird schon beim Lesen deines Artikels schlecht. Nein, nicht wegen dir oder deinem Text, sondern wegen den beschriebenen Praktiken. Erstaunlich ist immer wieder, dass ahnungslose Geblendete darauf hereinfallen und die Angebote tatsächlich buchen. Da kannst du nur den Kopf schütteln.

  3. Hallo Frank,

    kann Deinen Eindruck nur bestätigen. Frau Tan Yang-Po hat mich förmlich aus der Halle getrieben, mit ihrem Stakkato English und Ihrem „true or true“ und „yes or yes“ Gebrülle. (Ich hatte leider keinen Gehörschutz wie Du) Draussen konnte man dann interessante Menschen kennen lernen. Wir haben dann den Nachmittag in der Sauna des Hotels genossen und sind am Samstag nach München gefahren. Sonntag haben wir kurz Herrn Kyosaki gehört und die Veranstaltung gleich wieder verlassen. Ich habe viel gelernt! 😉

    Gruß

    Hannes

  4. Stefan sagt:

    Ich kann dir das Rich Dad Buch leihen wenn Du magst.
    Sind ein paar interessante Ansätze drin imho.

    Zu dem gestörten Umfeld, wäre möglich, aber wenn ich mich recht erinnere bezog er das immer auf dessen finanziellen Fähigkeiten, wenn er von Versagen sprach.

  5. Felix sagt:

    Super Artikel, Frank.

    Das deckt sich sehr stark mit den Erfahrungen, die ich bei Harv Eker gemacht habe (danke auch fürs Verlinken). Wobei ich schon relativ viel Content mitgenommen habe, das „Arbeitsbuch“ war auch ganz ok. Man muss halt in der Lage sein, die Verkaufseinheiten „auszublenden“ 🙂

    Die Verkaufstricks stoßen mir auch sauer auf. Nix gegen Verkaufen oder gute Verkäufer, aber wer ständig rhethorische Spielereien einsetzen muss, um seine Produkte an den Mann zu bringen, naja ich weiß nicht…

  6. Janina sagt:

    Hi Frank,

    ein wirklich hervorragender Artikel. Kann mir richtig gut vorstellen wie es war und wie du dich da gefühlt hast. Auch die Youtube Videos die du eingebunden hast – sind sehr vielsagend. Wie gesagt fallen ja immernoch viele Leute auf sowas rein. LG Janina

  7. […] Profis im Geldverdienen gibt, zeigt  eindrucksvoll der Erfahrungsbericht von Frank Doerr über den National Achievers Kongress, der die Praktiken bei solchen Wie werde ich Millonär-Veranstaltungen ausführlich beschreibt. To […]

  8. Der Artikel spiegelt genau das wieder, was ich über alle „Erfolgs Coaches“ denke. Insbesondere die zitierte Amazon-Rezension, „begann er über Erfolg Seminare zu geben und Bücher zu schreiben, und damit wurde er erfolgreich“ passt exakt!

  9. Armin Zeitlhofer sagt:

    Auch ich hatte Freikarten, konnte aber wegen einer Familienfeier nicht kommen. Nach dem hier gelesenem zu urteilen habe ich auch nichts versäumt – hätte vielleicht einige Kontakte knüpfen können…

  10. Frank Doerr sagt:

    An konstruktiven Kontakten habe ich zwei geknüpft, von denen einer auf jeden Fall Potential hat. Wer sich hier mehr eingebracht hatte, konnte sicher mehr knüpfen – insofern kann es als Networking-Event durchaus für den ein oder anderen Besucher erfolgreich gewesen sein.

  11. Studentin sagt:

    Also was mich richtig gestört hat war die arrogante Art und Weise
    mit der die Speaker s die Ausbildung an den Uni s schlecht gemacht haben…
    Klar bieten die Schulen oder Uni s keine praktische finanzielle Bildung an
    Dafür aber eine Menge wissenschaftlicher Inhalte die nicht nur ein Individuum
    Reich machen sondern die gesamte Bevölkerung helfen.
    Die Ideen waren meiner Meinung nach viel zu egoistisch und das erklärt
    auch warum 10% der Weltbevölkerung 90% der Reichtümer dieser
    Erde besitzt.
    Dazu muss ich auch sagen dass manche Teilnehmer so begeistert waren
    dass ich fast kein Kritik äußern konnte, jeder muss für sich entscheiden
    auf wievielen Leichen man gehen möchte um reich zu werden, ich weiß nicht
    Ob Herr kyosaki & Co jemals genug haben werden
    denn Reichtum ist relativ.

  12. Frank Doerr sagt:

    Ja, dieses Rumgehacke auf Schulbildung hat mich auch gestört. Es ist richtig, dass dort vieles Lebenspraktische zu kurz kommt. Und ich finde, dass der klassische Frontalunterricht und vieles andere am Schulsystem überholungsbedürftig ist. Dennoch: Schulbildung hat einen Stellenwert – nicht umsonst hatte fast jeder, der bei Kiyosaki vorn stand, ein Studium abgeschlossen.

  13. Juergen Schiefer sagt:

    Hallo,

    der Artikel von Ihnen ist ausgezeichnet geschrieben.

    Ich habe auch einen Bericht über den National Achievers Congress 2012 in Nürnberg verfasst und die Wahrnehmungen sind nahezu identisch.

    Auch ich hatte am 1. Tag genug und bin rüber gefahren ins Stadion zu 1. FC Nürnberg gegen Eintracht Frankfurt und der einzige Österreicher am Feld machte das 1:0 😉

    Ihr Kommentar zu der Asiatin Tan Yang-Po ist gut!

    Beste Grüße
    Jürgen Schiefer

  14. Sebastian sagt:

    Hallo Frank,

    ich habe deinen guten Bericht zum NAC gelesen. Hier findest du meine Senf zum NAC – vor allem die ersten beiden Vorträge beleuchte ich und dann kommt unser aller Liebling Tan Yang-po bei mir auch noch vor.

    Lass gerne deine Meinung hören. Besten Gruß

    http://www.perfect-marketing.de/2012/der-national-achievers-congress-2012-in-nuernberg/

  15. Frank Doerr sagt:

    Sebastian, warum setzt du nicht einen ganz normalen Pingback? Du musst doch nicht die Klicks zu meinen Artikel monitoren 😉

  16. Sebastian sagt:

    D’oh.
    Ich glaube, ich habe Pingbacks aktuell nicht aktiviert. 😛
    Außerdem wollte ich dir was nettes zu deinem Artikel schreiben.

    Apropos: heute auch eine Werbemail von srpl.net im Zusammenhang mit dem NAC bekommen? Die Success Ressources ist der Veranstalter gewesen und hat alle Leute, die auf dem NAC waren, heute noch eine (einmalige!) Einladung zu einem Webinar geschickt. Dass ich mich schon aus deren Newsletter ausgetragen hatte, störte nicht, mir jetzt über ein anderes System wieder eine Email zu schicken. Hast du auch was bekommen?

  17. Frank Doerr sagt:

    Ja, gleich zwei Mails an verschiedene Adressen. Eine hab ich jetzt ausgetragen, die andere bei der nächsten Mail.

    Ich meinte einen Pingback von deinem Artikel zu meinem. Wobei deine Links zum einen verschlüsselt sind (als Weiterleitung) und dann auch noch nofollow. Aus meiner Sicht extrem uncool, wo du doch volle Linkliebe von mir erhälst 🙂

  18. Sebastian sagt:

    Oh – ich glaube, dann ist da noch ein Plugin aktiv, dass das automatisch macht. Ich kümmer mich, dass die Links normal werden. Will meine Coolness nicht gefährden. 😎

  19. Slavi sagt:

    Lieber Frank

    Auch ich war am NAC 2012 anwesend und war, sagen wir mal, nicht gerade berauscht von diesem Event. Aus meiner Sicht war es eine grosse Verkaufsshow. Einen wirklichen Nutzen konnte ich nicht daraus ziehen und viele der „Methoden“ bergen mehr Haken als Chancen.

    Da ging es nur darum, Seminarteilnehmer zu generieren und diese Tatsache spürte man, wenn man das Geschehen aus den hintersten Reihen beobachtete.

    Liebe Grüsse aus der Schweiz
    Slavi

  20. NAC 2012 National Achievers Congress…

    National Achievers Congress Dieses Weekend findet in Nürnberg der National Achievers Congress 2012 statt. Wie bereits angekündigt bin ich vor Ort, um zu sehen was sich in der Welt der Coaches getan hat. Es werden “Top-Referenten” erwartet. …

  21. Sebastian II. sagt:

    So ein Mist,

    habe gerade einen riesigen Text geschrieben in dem ich mich bedanken wollte mit der Ergänzung zu den Rednern und ihren Vorträgen. Leider habe ich den Kommentar nicht kopiert und erhielt eine Fehlermeldung.

    Also noch einmal in Kurz:
    – John Curtis hat etwas Nachhaltiges vorgetragen. Alle anderen haben übers Geld bekommen referiert und nicht über das Geld verdienen.
    – Kim und Robert waren lange da und sind sympathisch, wie fast alle (Außnahme: Yang Po, der Deutsche, De Maria im persönlichen Gespräch [siehe weiter unten] und Moderator).
    – de Maria war gut, aber für mich uninteressant da nichts neues. Das persönliche Gespräch danach lief in etwa wie folgt ab:
    Ich: Ist eine Anlage in Silber, Gold und Aktien zu meist nicht auch eine Spekulation und kein Investment, da ja Investments Cashflow generieren.
    Er: Nein
    Ich: Was raten Sie mir für ein Verhältnis bei den Sachwertanlagen?
    Er: Kommst du zum Kurs
    Ich: Nein.
    Er: Tut mir leid. Bye Bye.
    Kommentar: Äußerst unüblich. Siehe hierzu: Mike Maloney, Dirk Müller, Der Silberjunge etc.
    – Jeff & Kane: Vortrag übers Vortragen á la Stinson: http://www.youtube.com/watch?v=0ZrZWXz1wTo
    „Suche nicht 1 Millionen Kunden sondern ein Kunde mit 1 Million“.
    – Steven Clements Immobiliengeschichte: Sehr interessant, weil ich den Hacken noch nicht entdeckt habe (den es fast immer gab!). Wäre sogar zum Kurs gegangen, aber hatte nicht das Kleingeld. Weiß jemand mehr dazu?
    – Yang Po: Frech! Ich wollte Sie mit Ihrem Schneeballprinzip (was übrigens nicht unbedingt erlaubt ist) aus der Halle jagen! Schlechtes Englisch, unseriöse Strategien, Methode: Kapital aus Indien ziehen. Auf die bin ich immer noch sauer!
    – Greg Secker: Foreign Exchange. Sehr interessant. Habe seine Methoden aus dem Vortrag ausprobiert. Funktioniert für mich nicht. Benutzte ein Demokonto mit Free Software (De Maria bietet das Gratis zu seinem Packet: Ein Lacher!). Mache meine eigen Regeln und glaube, dass man sehr viel Geld in relativ kurzer Zeit anhäufen kann. Vorsicht: Zeit intensiv, daher wäre ein Kurs bei Ihm eventuell was wert.
    – Ron White: Gedächtnistraining. Beeindruckend, aber uninteressant, da seine Techniken gewöhnlich sind. Nichts neues für mich.
    – Kyiosaki: Vortrag – Inflation / Hyperinflation / Politik ohne Machtausübung. Rührend und frage mich ob die Menschen dort drin das Verstanden haben. Kommentare?
    – War dümmer als ihr, da ich dachte ich kann was lernen.
    – Habe was gelernt, war wertvoll, dabei viel Zeit verloren und das was ich lernte war zu meist nicht im Sinne der Vortagenden.

    Danke. Beste Grüße.

  22. […] Langeweile, Salespitch. Wer mehr zu den Folgeereignissen wissen möchte, dem sei der Artikel vonFrank Doerr empfohlen, der seine Erlebnisse auf dem National Achievers Congress ebenfalls […]

  23. TaxLienOpfer sagt:

    Sehr schöner Blog Frank!

    Hallo Sebastian,
    ich war auch auf dem NAC2012 und ich kann dazu berichten…

    Du schriebst: Steven Clements Immobiliengeschichte: Sehr interessant, weil ich den Hacken noch nicht entdeckt habe (den es fast immer gab!). Wäre sogar zum Kurs gegangen, aber hatte nicht das Kleingeld. Weiß jemand mehr dazu?

    Ja, ich. Leider. Gut dass Du Dir die 3566,- EUR gespart hast.

    Möchte folgendes Ergänzen:
    Tatsächlich waren auf dem NAC2012 ein paar Gestalten auf der Bühne die ich für Schaumschläger bzw. Abzocker halte, die „Schlangenöl“ verkaufen. Greg Secker gehört 100% dazu. Alle die seinen Kurs besuchten von denen ich gehört habe waren sehr enttäuscht.

    Allerdings waren auch manche Referenten gut. Ich unterschrieb für die zwei Seminare Jeff&Kane Industry Rockstar Intensive (2497,- EUR, 3 Tage) und Steve Clements Tax Lien Workshop (3566,- EUR, 2 Tage)

    Der Jeff&Kane Industry Rockstar Intensive war in meinen Augen teuer, aber gut. Wir waren ca 20 Leute in dem Kursraum, so groß wie ein Klassenzimmer. Habe viel wertvolles über Marketing gelernt, es wurden echte Inhalte vermittelt die ungemein nützlich sein können, und ganz zum Schluss erhielt ich noch von einem Gastdozenten das nötige Handwerkszeug mir schnell und einfach eine eigene, ansprechende und professionell aussehende Homepage zu erstellen, was mir sehr geholfen hat. Kane Minkus ist in meinen Augen ein Hochkaräter, und menschlich fair und nicht verstellt. Ich mag den Kerl. Ich bereue es nicht hingegangen zu sein da es mich sehr weitergebracht hat.

    Ganz anders siehts beim Tax Lien Seminar aus. Im Prinzip pure Abzocke. Hab mich gutgläubig dazu überreden lassen, die kritischen Beiträge im Netz dazu damals nicht gefunden. Ich hatte Robert Kyosakis Buch Rich Dad Poor Dad gelesen und darin schrieb Kyosaki dass er erfolgreich Geld mit Tax Liens verdient hat und ohne Mühe 16% Zinsen für sein Geld bekam. Ging davon aus das Steve Clements derjenige war der es ihm beigebracht hat, und ich hatte eine Hohe Meinung von Kyosaki.

    Nutzwert für mich: null.

    Warum?
    Also Steve Clements hat es auf dem NAC so versprochen: Wenn ich sein Seminar buche, dann lerne ich wie ich von überall in der Welt Tax Liens (Immobilienpfandrechte erster Priorität) kaufen kann.
    Was mich überzeugte war sein Satz dass mein Geld direkt von mir an den County in den USA geht, nicht durch Ihn, nicht durch irgendeinen anderen Mittelsmann. Somit schien mir sein Interesse an den Geschäften die dann folgen nicht gegeben zu sein – richtig.
    Stattdessen galt sein Interesse meinen 3566,- EUR, ebenso wie denen der 100 (!) weiteren Teilnehmern in dem Seminarraum, der so groß war wie eine Konzerthalle. 3566,- x 100 = 356.600,- EUR. Nicht schlecht für zwei Tage Arbeit, was?

    Im Seminar dann praktisch umgesetzt (simuliert) wurde das eigentliche Kaufen von Tax Liens nicht, stattdessen viel Gelaber um das was auf dem NAC schon referiert wurde und um Inhalte die jeder schon von den ausgehändigten DVDs und Lernunterlagen wusste. Dazu jede Menge „Gruppenarbeiten“, in denen wir Laien selbständig ausbaldowern sollten was wir mit dem Haus machen würden, so wir es denn bekommen würden. Hab ihn sogar persönlich darum gebeten das eigentliche Kaufen von Tax Liens zu üben und sogar angeboten meinen eigenen Laptop zu nutzen um das zu üben weil keine PCs gestellt wurden. Schwer jemand beizubringen was übers internet zu kaufen wenn kein PC im Seminarraum ist. Seine Antwort: Nein. Würde die anderen Teilnehmer überfordern, die da nicht mitkommen würden. Stattdessen gabs unleserliche schlechte schwarzweiß Kopien von Screenshots des Browsers – absolut grottig für den geforderten Preis!!

    Aber der ganz große Haken: Was wurde uns an Tag 1 Präsentiert: Richtig, ein Mittelsmann!!! Ein unbekannter südländisch aussehender Mann namens Ruben Sanchez und seine Firma ATSI (American Transfer Services Inc.). Was soll der tun? Richtig, mein Geld entgegennehmen, damit er für mich in meinem Auftrag Tax Liens kauft – hoffentlich oder auch nicht…

    (Warum? Seit den US-Antiterrorgesetzen darf keiner mehr vom Ausland aus ein US Bankkonto eröffnen. Man muss dort wohnhaft sein, eine US Sozialversicherungsnummer und Postanschrift haben ect.
    Dazu ist es gelogen dass man alles übers Internet kaufen kann, in einigen Auktionen muss man als Person hingehen.)

    Jedem Teilnehmer wurde der Reihe nach zu ihm gebeten und man bekam dann einen Vertrag unter die Nase gehalten seine kostenpflichtigen Transfer Services zu nutzen, den man natürlich am besten gleich unterschreiben sollte, inklusive Kreditkartendaten ect… Für wie blöd halten die einen eigentlich?

    Ich hab das Formular nicht unterschrieben und den leeren Vertrag mitgenommen. Heute bin ich froh. Was ist passiert? Ein paar mir bekannte Teilnehmer haben 4stellige Euro Beträge auf die Sub-Accounts eben jenes Ruben Sanchez überwiesen, haben mittlerweile aber keinen Zugriff mehr darauf. Es laufen offenbar Ermittlungen, aber anscheinend ist dieser Mann abgetaucht und macht sich irgendwo in der Südsee ein schönes Leben.

  24. […] Langeweile, Salespitch. Wer mehr zu den Folgeereignissen wissen möchte, dem sei der Artikel von Frank Doerr empfohlen, der seine Erlebnisse auf dem National Achievers Congress ebenfalls schildert. Da ich […]

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