Kiva-Mikrokredite als Weihnachtsgeschenke

Dank Hanns Kronenberg bin ich auf Kiva aufmerksam geworden. Die Idee ist bestechend: Über das Internet kann jeder Mensch Mikrokredite an Kleinbetriebe in Entwicklungsländern zu verleihen. Erstmals bin ich dieser Idee bei meiner Kundin Bärbel Mohr begegnet, in einem Bericht über die Grameen Bank.

Ich fand diese Idee damals bereits genial. Doch Kiva portiert es noch weiter: Denn auf dieser Internetseite finden sich direkt Projekte, die man mitfinanzieren kann.  Dass es mit rechten Dingen zugeht, und eine Art “Nigeria Spam” auf neuer Ebene kaum eine Chance hat, dafür sorgen Field Partners. Dies sind regionale Institutionen, die vor allem durch Partnerprojekte mit der Grameen Bank bereits Erfahrungen gesammelt haben. Weitere Infos gibt es bei der Wikipedia. Meinen Kiva-Account hab ich sofort angelegt.

Weihnachten steht vor der Tür. Und wie jedes Jahr frage ich mich: Was schenk ich wem? Gestern beim Spaziergang ohne Idee hab ich die Antwort einfach ans Universum abgegeben. Und dank Hanns kam mir heute die Idee, ich könnte ja Gutscheine für Kiva verschenken – und die Beschenkten suchen sich selbst aus, welche Projekte sie unterstützen möchten. Meine Mädels sind noch ein bisschen jung, aber die Kinder meiner Gefährtin genau im richtigen Alter. Der Bereich Entwicklungshilfe auf eine neue Art nahegebracht. Und meine Eltern, die sowieso alles haben, was sie brauchen. Perfekt.

Ich hatte schon OpenOffice angeworfen, um Gutscheine zu basteln, als ich mir dachte: Guck doch erstmal auf der Kiva-Seite nach. Und tatsächlich: Hier kann man direkt Geschenkgutscheine erwerben – das übliche Minimum sind 25 Dollar.  Mittels Creditkarte oder PayPal ist das Ding sofort bezahlt und kann mittels Code aktiviert werden. Somit konnte ich gleich vier Menschen bedenken und muss mich bremsen, es nicht gleich zu übertreiben :)

Kiva Gutschein

Neben nachhaltiger Hilfe für Menschen in Entwicklungsländern, die sie auf eigene Füße bringt, statt wie die üblichen Spenden eher in Abhängigkeit zu belassen, hat diese Aktion noch weitere Vorteile: Kiva wird bekannter und die Beschenkten setzen sich weltweit vernetzt mit zahlreichen Aspekten auseinander – zumindest wenn sie sich drauf einlassen. Wobei alle auch ihr englisch aufpolieren können *g* Und es wirkt weit über Weihnachten hinaus. Mich begeistert die Vorstellung jedenfalls :)

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About Frank Doerr

Frank ist Geschäftsführer und Inhaber zweier Agenturen im Bereich Online-Marketing und zu diesem Thema als Referent auf Fortbildungsveranstaltungen und Unternehmertreffen. Außerdem Chefredakteur von reiki-land.de und Herausgeber/Autor verschiedener Bücher und CDs im Gesundheitsbereich (siehe Amazon). Vergangenheit als Musiker und Literat.
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5 Responses to Kiva-Mikrokredite als Weihnachtsgeschenke

  1. [...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Loewenherz, Peter W erwähnt. Peter W sagte: RT @loewe23 Dank @HannsKronenberg nun: http://bit.ly/8QTVoh – einfach eine Superidee [...]

  2. Jan-Ole sagt:

    Dank Dir für den nochmaligen Hinweis. Hatte das schon länger auf der Liste stehen (seit 2008 :-)), aber seit heute endlich einen Account…

  3. Andreas sagt:

    Wirklich eine tolle Idee, solche Gutscheine zu verschenken, auch wenn vielleicht nicht jeder von einem solchen Geschenk begeistert sein dürfte, manche sind dafür zu egoistisch. Der Vorteil ist aber, dass die Spenden wahrscheinlich wirklich verwendet werden, denn verfallen lassen wollen den Gutschein dann ja bestimmt trotzdem die wenigsten. Die Seite werde ich mir auf jeden Fall merken, die Gutscheine sind für sozial engagierte Menschen ja das perfekte Geschenk.

  4. [...] Du legst dir, sofern du noch keinen Account dort hast, einen bei Kiva an. Wer es nicht kennt, siehe dazu meinen Artikel von 2009 "Kiva-Mikrokredite als Weihnachtsgeschenk". [...]

  5. [...] bei dem Gewinnspiel um einen guten Zweck: Teilnahmeberechtigt ist jeder, der innerhalb einer Woche mindestens einen Mikrokredit bei der Non Profit Organisation Kiva gewährt und das Ganze entsprechend der Teilnahmebedingungen [...]

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